Pfefferminze kennen wir alle, denke ich. Ob als Tee im Winter, oder als Geschmacksrichtung im Kaugummi. Neuerdings fällt uns wohl auch beim Wort „Hugo“ die Pfefferminze ein. Und seit es dieses Trendgetränk (ja, ist tatsächlich ab und an lecker) gibt, tummelt sich die Minze in vielen Gärten und auf einigen Balkonen. Ein Hoch auf den Hugo! 😉
Als ich dieses Jahr im Frühling auf Kräuterpflänzchen-Jagt im Baumarkt war, habe ich sogar Ananasminze entdeckt. Riecht auch gut. Wäre vielleicht eine Idee fürs kommende Jahr.
Steckbrief Pfefferminze
Diese Minze ist aus der Wasserminze und der grünen Minze, als natürliche Kreuzung, entstanden. Stammen tut sie vermutlich aus dem Asiatischen Raum. Gut für uns, die wir oftmals keinen grünen Daumen besitzen, benötigt die Minze nicht viel Pflege (sie wuchert sogar bei mir *jippiee*). Sie wächst gerne an halbschattigen Plätzen, kommt aber auch mit Sonne gut zurecht. Als winterharte Pflanze muss sie nicht jedes Jahr aufs Neue angesät werden, sondern wächst im nächsten Frühling wieder lustig vor sich hin. Die Blätter sind leicht gezackt und enthalten an der Unterseite Öldrüsen, die das Pfefferminzöl enthalten. Die Lippenblüten blühen von Juni bis September.
Inhaltsstoffe
Die Minze enthält ätherische Öle (unter anderem Menthol, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe.
Verwendete Pflanzenteile
Die Blätter der Pfefferminze enthalten Öldrüsen an ihren Unterseiten. In diesen ist unter anderem Menthol enthalten. Geerntet werden die Blätter möglichst im Frühling bzw. im Frühsommer, vor der Blüte. Zum trocknen werden diese an möglichst trockenen Plätzen, ohne direkter Sonneneinstrahlung, ausgelegt oder im Bündel aufgehängt.
Anwendung
Innerlich als Tee
Die getrockneten Blätter (20 – 40 g) werden mit siedendem Wasser aufgegossen. Nach ca. 5 Minuten Ziehzeit kann der Sud verabreicht werden. Achtung: Nicht zu heiss anbieten! Der Tee muss vor Verzehr auf Handwärme abgekühlt sein.
Äußerlich als Inhalation
Eine Inhalation mit Pfefferminz-Tee kann sekretlösend wirken. Bei Bedarf zwei Mal täglich als Inhalation anbieten.
Äußerlich als Salbe
Eine Salbe mit Pfefferminzöl auf schmerzhafte Stellen auftragen.
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Heilwirkung
Pfefferminze wirkt verdauungsfördernd, leicht harntreibend, krampflösend und antibakteriell. Äußerlich aufgetragen wirkt eine Salbe kühlend, leicht betäubend und recht die Durchblutung an. Gerade bei Verdauungstörungen wird Pfefferminztee gerne eingesetzt. Als Inhalation wirkt das ätherische Öl hilfreich bei Rachen- und Halsentzündungen und Husten.
Gegenanzeige
Pfefferminze sollte nicht bei Sodbrennen oder übersäuertem Magen angewendet werden.
Ration
Für den Aufguss bzw. Tee werden 20 – 40 g getrockneter Blätter verwendet.
Weitere Kräuter
Zur Info, nur damit es erwähnt ist: Natürlich ersetzt die Fütterung von Pfefferminze keinen Arzt und vermacht uns auch keine Heilereigenschaften. Wenn das Pferd also krank ist, unbedingt einen Tierarzt zu Rate ziehen und nicht selbst herum experimentieren.
**An dieser Stelle vielen Dank an die Krauterie, für die Unterstützung dieses Beitrags!
4 Comments
Tina
atWeißt Du das? Kann man auch einfach frische Minze oder getrocknete Blätter füttern?
Tanja
atHi Tina!
Getrocknet bestimmt, Minze ist ja auch in vielen Kräutermischungen enthalten. Frisch hab ichs versucht, den Ponys zu füttern. Fressen die aber nicht, insofern würd ich generell getrocknet anbieten 🙂
Pferde im Herbst | Ganzheitliches Pferdetraining
at[…] verbringen lassen, die Fenster (insofern es nicht reinregnet) offen lassen und eventuell mit Kräutern […]
Lena Schmid
atHey ich hab Mal eine fragen kann ich meinem Pferd ein Mal in der Woche getrocknet Minze füttern oder eher nicht?
Line Grüße lena